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08. 04. 2019

Unfruchtbarkeit macht keinen Unterschied

Der unerfüllte Kinderwunsch ist eine schmerzhafte Erfahrung und kann jeden treffen- auch Prominente. Darüber zu sprechen fällt vielen Betroffenen nicht leicht und ist auch heute noch ein Tabu. Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, teilen immer öfter ihre Erfahrungen über den beschwerlichen und sehr langen Weg zu ihrem Wunschkind. Der Austausch der eigenen Erfahrungen kann helfen, neuen Mut zu schöpfen.

Michelle Obama

Erst vor wenigen Monaten veröffentlichte die ehemalige First Lady ihre Autobiografie. In dieser erzählt Michelle Obama nicht nur von den Sonnenseiten in der Öffentlichkeit, sondern offenbart auch viel Persönliches aus ihrem Leben. Etwa ihre Fehlgeburten:
„Ich hatte das Gefühl, versagt zu haben, weil ich nicht wusste, wie häufig Fehlgeburten sind, da wir nicht darüber sprechen. Wir versinken in unserem eigenen Kummer und denken, dass wir irgendwie fehlerhaft sind. Deshalb ist es wichtig, gerade mit jungen Müttern über mögliche Fehlgeburten zu sprechen.“

 

Brooke Shields


Die Schauspielerin kennt die Enttäuschung, wenn der Schwangerschaftstest wieder einmal kein positives Ergebnis zeigt. Inzwischen ist sie Mutter zweier Kinder, doch sie erinnert sich: „Was als Traum beginnt, wird immer mehr zu einem Projekt, um das sich alles dreht – überall, wohin man schaut, sieht man schwangere Frauen, jedes Lied im Radio scheint sich nur noch mit dem Thema Schwangerschaft zu beschäftigen! Es ist eine sehr frustrierende und beängstigende Erfahrung.“

 

Hugh Jackman


Der Schauspieler und seine Frau Deborra-Lee kennen die Enttäuschung und den Schmerz, die mit dem unerfüllten Kinderwunsch einhergehen. Heute sind sie glückliche Eltern zweier Adoptivkinder.
„Wir haben eine IVF-Behandlung gemacht und hatten wiederholt Fehlgeburten. Diese Erfahrung werde ich niemals vergessen – so etwas passiert bei einer von drei Schwangerschaften und dennoch wird so wenig darüber gesprochen … Darüber zu reden, ist eine gute und sehr wichtige Sache. Fehlgeburten sind viel häufiger, als man denkt, und sie sind wirklich hart. Man durchlebt jedes Mal einen langen Trauerprozess.“

 

Brigitte Nielsen


Die bekannte dänische Schauspielerin hat mit 54 Jahren ihr 5. Kind zur Welt gebracht. Es war ein absolutes Wunschkind und mit Hilfe ihrer eingefrorenen Eizellen möglich. Mit 40 hatte sie ihre Eizellen einfrieren lassen und die Ärzte hatten ihr nur minimale Erfolgsaussichten prognostiziert. Allerdings war dies auch ein langer Prozess, denn 10 Jahre hatten sie es mit künstlicher Befruchtung und ihren eigenen Eizellen versucht. Sie sagt über die Erfüllung des Kinderwunsches: „Ich möchte den Frauen mitteilen, dass alles möglich ist, sie aber dabei absolut realistisch bleiben müssen. Wenn du dich für die künstliche Befruchtung entscheidest, ist es ein langer, harter Weg voller Enttäuschung und Ausharren.“

 

Chrissy Teigen


Das amerikanische Model hat lange warten müssen, bis sie 2017 endlich ihr Baby im Arm halten durfte. Heute ist sie Mutter zweier Kinder. 2015 bestätigte sie in einem Interview, dass sie und ihr Mann Probleme hatten, Kinder zu bekommen:
„Wenn es nach uns gegangen wäre, hätten wir bereits seit fünf, sechs Jahren Kinder, aber meine Güte, es ist ein Prozess! Und wir hatten so viele Termine bei Fruchtbarkeitsärzten … Jedes Mal, wenn mich jemand fragt, ob ich Kinder haben möchte, denke ich mir: „Eines Tages wirst du das die Falsche fragen, die wirklich um ihren Kinderwunsch kämpft und leidet, dann wirst du ihr mit der Frage sehr weh tun! Ich hasse es so sehr. Hör auf, mich so etwas zu fragen!”

 

Mark Zuckerberg


Auch Mark Zuckerberg und seine Frau haben jahrelang von einem eigenen Kind geträumt. Sie hatten drei Fehlgeburten, bis endlich ihre erste Tochter geboren wurde. Er teilte seine Erfahrungen dazu in einem Social-Media-Post:
„Du bist voller Hoffnung, wenn du erfährst, dass du ein Kind haben wirst. Du stellst dir vor, wie das Kind sein wird, und erträumst dir seine Zukunft. Du beginnst Pläne zu machen; und dann ist es auf einmal vorbei. Es ist eine sehr einsame Erfahrung. Viele Menschen sprechen nicht über Fehlgeburten, weil sie denken, dass diese Probleme sie von den Menschen in ihrer Umgebung entfernen oder es auf sie zurückfällt — als ob sie persönlich die Ursache wären. Deshalb kämpft man für sich alleine … Wir hoffen, dass unsere Erfahrung Menschen die gleiche Hoffnung gibt, die wir gespürt haben, und ihnen hilft, ihre Geschichte ebenfalls zu erzählen.“
 

FamilieIVFUnfruchtbarkeit

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