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06. 03. 2019

Stillen trotz Brustimplantaten?

Eine Brustvergrößerung ist die in Deutschland am häufigsten durchgeführte Schönheitsoperation. Meist haben diese Operationen einen kosmetischen Hintergrund und sind medizinisch nicht unbedingt notwendig. Für viele Frauen mit einem Babywunsch, die sich für solch eine OP entscheiden, stellt sich jedoch die Frage: kann ich trotzdem problemlos stillen?

Die Antwort ist: ja! Grundsätzlich ist es möglich sein Baby auch mit Brustimplantaten zu stillen. Die Implantate werden unterhalb der Drüsen oder auch unterhalb der Muskulatur eingesetzt und beeinträchtigen die Brust somit nicht in ihrer Stillfunktion. Nur ein geringer Anteil an Frauen, ca. 2%, hat nach einer Brustvergrößerung Probleme mit der Sensibilität der Brustwarzen, was das Stillen erschweren oder manchmal auch unmöglich machen kann. Nach einer Brust-OP kann die Milchbildung der Frau variieren. Es gibt unterschiedliche Vorgehensweisen bei kosmetischen Brustoperationen. Je nach Schnittführung oder wie viel und welche Teile der Brust entfernt wurden, kann die Stillfähigkeit beeinflusst werden.

 

Während einer Schwangerschaft verändert sich die Brust natürliche Hormonproduktion. Der Körper wird auf das wachsende Kind vorbereitet und so kommt es meist zu einem Wachstum der Brust. Nach der Stillzeit bildet sich dann das Brustgewebe zurück und einige Frauen sind unzufrieden mit dieser Veränderung. Hat eine Brustvergrößerung bereits vor dem Eintreten der Schwangerschaft stattgefunden, so können dadurch entstehende Veränderungen auch kaschiert werden.
Eine Bruststraffung wird meistens nach abgeschlossener Familienplanung durchgeführt, wobei weitere Schwangerschaften auftreten können. Überschüssige Haut wird entfernt und die Brustwarze weiter oben platziert. Eine Bruststraffung kann mit einer Brustverkleinerung oder einer Brustvergrößerung einhergehen.

Prinzipiell birgt ein Brustimplantat jedoch keine Schwierigkeiten für stillende Frauen. Auch das Risiko auf Grund einer Schwangerschaft oder Stillzeit später eine Kapselfibrose zu entwickeln, ist laut Studien nicht erhöht. Kapselfibrose ist eine Ausbildung einer harten bindegewebsartigen, teilweise schmerzhaften Kapsel, die infolge einer Brustvergrößerung durch Einsetzen eines Implantats entsteht.

Viele Frauen lernen ihre Brüste in der Stillzeit lieben, weil sie erleben, wie viel ihre Brust einem kleinen Baby geben kann. Durch Stillen entsteht eine besonders innige Beziehung zwischen Mutter und Kind.
Bei solchen komplexen Operationen spielt die Erfahrung des Chirurgen für den Erfolg und auch für die spätere Stillfähigkeit eine wichtige Rolle. Es ist sinnvoll, den späteren Stillwunsch dem Chirurgen mitzuteilen, damit er diesen berücksichtigt. Es kann sinnvoll sein, sich die geplante Vorgehensweise bei der OP im Detail erklären zu lassen und auch, wie dabei auf die Erhaltung möglichst intakter Strukturen für die Stillfähigkeit geachtet wird.
So steht der besonderen Erfahrung, das eigene Kind selbst stillen zu können auch mit Brustimplantaten nichts im Weg.

 

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