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18. 06. 2019

Sind Frauen häufiger unfruchtbar als Männer?

Wenn ein Paar sich entschieden hat, ein Kind zu zeugen, ist das Ausbleiben einer Schwangerschaft immer eine große Enttäuschung. Dabei ist es ganz normal, dass sich eine Schwangerschaft nicht unverzüglich einstellt. In manchen Fällen bleibt der Erfolg jedoch auch nach längerer Zeit aus, wodurch sich viele irgendwann die Frage stellen, ob sie überhaupt in der Lage sind, Kinder zu bekommen. Da eine Schwangerschaft weitestgehend als Symbol für die Weiblichkeit verstanden wird, wirkt ihr Ausbleiben als Versagen ebendieser Weiblichkeit. So wird die Schuld, dass es nicht klappt, in vielen Fällen der Frau zugeschrieben. Die Empfängnis eines Kindes ist der Inbegriff von Teamwork und keineswegs nur die Verantwortung eines der beiden Partner. Diesen Mythos endlich aus den Köpfen zu beseitigen, ist mehr als notwendig.

Unfruchtbarkeit und ihre Ursachen

Der Grund, dass ein Paar ungewollt kinderlos ist, verteilt sich zu etwa gleichen Teilen auf beide Geschlechter – zu je einem Drittel sind Männer, Frauen oder beide Partner ursächlich betroffen.
 

Nachdem die völlig überflüssige Frage nach dem „Wer“ nun geklärt ist, können wir uns den wichtigeren Fragen widmen. Nämlich dem „Warum“.
Die Ursachen für Unfruchtbarkeit können unterschiedliche Ursprünge haben. Diese reichen von organischen Ursachen (z.B. verschlossene Eileiter, beeinträchtigte Funktion der Samenleiter), der Genetik, über hormonelle bis hin zu psychischen Faktoren. Unfruchtbare Frauen leiden häufig an einer Hormonstörung oder an einer Fehlfunktion der Eileiter. Bei Männern ist meistens eine schlechte Spermienqualität der Grund. Diese ist zum Teil auch hormonell bedingt. Ebenso hat eine ungesunde Lebensweise einen negativen Einfluss auf die Fruchtbarkeit, was für beide Geschlechter gleichermaßen gilt.
Auch das Alter beider Partner wirkt sich auf die Fertilität aus. Hier stimmt es zwar, dass sich dies bei Frauen stärker niederschlägt als bei Männern, jedoch ist es ein weitverbreiteter Irrglaube, dass das Alter eines Mannes keinen Einfluss auf die Fruchtbarkeit hat.

 

Unfruchtbar, was nun?

Grundsätzlich kann eine ärztliche Untersuchung Gewissheit schaffen, ob es Probleme bei der Fruchtbarkeit gibt. Deswegen ist es für beide Partner sinnvoll, sich abklären zu lassen. Die Frage nach dem „Warum“ ist der erste Schritt, denn nur so können Maßnahmen dagegen eingeleitet werden. Eine diagnostizierte Unfruchtbarkeit bedeutet keineswegs, dass der Kinderwunsch unerfüllt bleibt. Dank modernster Medizin gibt es verschiedene Möglichkeiten, eine passende Therapie anbieten zu können.
Dazu zählen z.B. Hormonbehandlungen, um die Eierstöcke der Frau zu stimulieren und einen Eisprung zu ermöglichen. Wenn die Spermienqualität des Mannes die Ursache ist, kann die Intrauterine Insemination eine mögliche Behandlungsmethode sein. Hier werden Spermien durch einen dünnen Schlauch direkt in die Gebärmutter geleitet. Auch die In-vitro-Fertilisierung, mit all ihren zusätzlichen Techniken (z.B. ICSI, IMSI), eine Option, bei der dann befruchtete Eizellen der Frau übertragen werden können.

Unfruchtbarkeit betrifft sowohl Frauen als auch Männer und ist noch kein Grund zu verzagen. Neuste Möglichkeiten und Therapien bieten gute Erfolgsaussichten, um dem Traum vom eigenen Kind dennoch näher zu kommen.
Ebenso ist die Diagnose Unfruchtbarkeit nicht immer endgültig. Falls Paare eine Schwangerschaft planen, ist es immer hilfreich, einen Arzt zu konsultieren. Beim Ausbleiben der Schwangerschaft nach langer Zeit, ist es absolut ratsam sich mit Spezialisten zu besprechen. So können die Gründe genau analysiert und meistens behoben werden.
 

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