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18. 06. 2019

Die biologische Uhr tickt auch für Männer

Dass die Fruchtbarkeit bei Frauen über die Jahre hinweg abnimmt, ist weitestgehend bekannt. Doch die meisten Männer denken, sie blieben völlig verschont von ihrer biologischen Uhr. Das stimmt jedoch nicht. Auch die Zeugungsfähigkeit eines Mannes nimmt mit der Zeit ab. Die Qualität der Spermien lässt bei Männern im Alter nach.

Tritt irgendwann eine Andropause ein?

Das wiederum auch nicht. Männer können theoretisch bis ins hohe Alter zeugungsfähig bleiben. Dennoch sinkt auch ihre Fruchtbarkeit ab dem 40. Lebensjahr kontinuierlich. Die Ursache ist, dass weniger Spermien produziert werden und auch ihre Beweglichkeit abnimmt.

Die geringe Anzahl oder ihre eingeschränkte Beweglichkeit sind häufige Gründe männlicher Unfruchtbarkeit. Das bedeutet nicht zwingend, dass ein Mann im Alter unfruchtbar wird.

Dennoch birgt das Alter des Vaters gewisse Risikofaktoren. Studien zeigen, dass die Spermien von Männern über 40 häufiger Chromosomenanomalien aufweisen. Dadurch steigt die Gefahr, einen genetischen Defekt an das Kind zu vererben. Ebenso wurde eine erhöhte Gefahr einer möglichen Fehlgeburt nachgewiesen.

 

Das hilft den Spermien, fit und vital zu bleiben

Unabhängig von seinem Alter kann ein Mann direkten Einfluss auf die Qualität seiner Spermien ausüben. Ein gesunder Lebensstil fördert gesunde Spermien. Außerdem können anti-oxidativ wirksame Nahrungsergänzungsmittel (z.B. „Fertilovit M“) sowie häufige Ejakulationen die Qualität der Spermien verbessern.

Besonders Rauchen ist ein Spermien-Killer. Raucher verfügen über weniger und unbeweglichere Spermien als Nichtraucher. Ähnliches gilt für Männer, die übermäßig viel Alkohol trinken. Ansonsten gilt für Männer mit Kinderwunsch – heiße Bäder und auch die Sauna zu meiden. Spermien bestehen zum Großteil aus Eiweiß, welches bei hohen Temperaturen denaturiert und so den Spermien schadet.

 

Welchen Einfluss hat der Testosteronspiegel auf die Fruchtbarkeit?

Testosteron stellt für den Mann, auch im Alter, ein sehr wichtiges Hormon für viele Organe dar, dessen Bedeutung für die gesunde Funktion von Knochen, Muskeln, Herzkreislauf, Blutbildung und Sexualität nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Viele neue Studien haben gezeigt, dass ein Testosteronmangel bei 20-40 % der Männer jenseits des 40-50. Lebensjahres vorliegt. Viele der betroffenen Männer bemerken dies erst wesentlich später, wenn aufgrund von klinischen Symptomen des Testosteronmangels der Testosteronwert im Blut bestimmt wird.

Kann ich im höheren Alter also nicht mehr Vater werden?

Auch das ist nicht der Fall. Ein Kind zu zeugen ist weiterhin möglich. Auch sollte das eigene Alter nicht der ausschlaggebende Grund sein, seinen Kinderwunsch aufzugeben. Außerdem verbessern neue Möglichkeiten die Chancen, noch ein Kind zu bekommen.
Dazu zählt z. B. die In-Vitro-Fertilisierung, bei der eine vorher entnommene Eizelle künstlich befruchtet wird und anschließend zurück an die Frau übertragen wird. Die Beurteilung der Qualität der Spermien bei kann durch moderne Mikroskopietechniken, wie die IMSI, zusätzlich verbessert werden. Mit einem hochauflösenden Spezial-Mikroskop werden die Spermien mit 6.000-12.000-facher Vergrößerung dreidimensional in Echtzeit, also „live“, analysiert. Damit können diese Spermien wesentlich genauer untersucht und für die Befruchtung der Eizelle ausgewählt werden.

Wer eine späte Vaterschaft plant, sollte sich nur über die möglichen Komplikationen bewusst sein. Es empfiehlt sich, ein Spermiogramm anzufertigen.
Dieses gibt Auskunft über die Qualität der Spermien, so kann ein Arzt direkt die Risikofaktoren einschätzen und falls notwendig zu geeigneten Therapien raten.
Ebenso kann es für den Mann lohnenswert sein, frühzeitig seine Samen einfrieren zu lassen und so auf der sicheren Seite zu bleiben.

 

FruchtbarkeitMannMythenSperm

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