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06. 05. 2019  |  Anzeige

„Der Arzt versorgt den Patienten mit positiver Energie“

Monika Poláková ist Chefärztin der Gest Reproduktionsklinik in Prag, und sie weiß aufgrund ihrer eigenen Erfahrung mit Unfruchtbarkeitsbehandlungen, was ihre Patienten durchmachen. Was sind ihre Visionen für die Zukunft der Reproduktionsmedizin und welche Möglichkeiten gibt es gerade für Patienten aus dem Ausland?

Wir haben Dr. Poláková in den neuen modernen Räumen der GEST Klinik im Herzen Prags besucht. 

1. Glauben Sie, dass Sie eine enge Beziehung zu Ihren Patientinnen aufbauen, weil Sie selbst eine Frau sind, oder gehört das zum Berufsbild des Arztes?

Ich denke, es ist wichtiger aus der Perspektive eines Arztes als der einer Frau zu handeln. In unserem Bereich ist die Empathie zum Patienten ein wichtiger Faktor für eine erfolgreiche Behandlung und eine erfolgreiche Schwangerschaft. Meine eigenen Erfahrungen mit dem Thema Unfruchtbarkeit und der Verfahren, die ich selbst vor vielen Jahren durchlaufen habe, helfen mir im Umgang mit den Patienten. Persönliche Erfahrung ist jedoch keine notwendige Voraussetzung, um ein guter Arzt zu sein, aber sie gibt mir eine Perspektive, meine Patienten besser zu verstehen.

2. Die Gest Klinik ist gerade bei ausländischen Kunden beliebt. Wie ist der Ablauf für ausländische Patienten?

Die Tschechische Republik hat wegen der vorteilhaften Gesetzgebung, den attraktiven Preisen, dem Standort und vor allem der Qualität einen guten Ruf. Wir kommunizieren über einen Koordinator, wir skypen mit den Patienten, etc. Wir versuchen, die Termine der ausländischen Patienten so effektiv wie möglich zu organisieren. In vielen Fällen genügt ein einmaliger Besuch des unfruchtbaren Paares für eine erfolgreiche Behandlung.

3. Warum glauben Sie, dass GEST so erfolgreich ist? Gibt es etwas, was Ihre Klinik besonders macht?

In unserer Klinik haben wir eine umfassende Herangehensweise bei der Behandlung von Unfruchtbarkeit, um dem Paar einen möglichst natürlichen Weg zur Schwangerschaft zu ermöglichen. Gerade bei ausländischen Patienten ist dies oft nicht möglich, da sie bereits alle in Behandlungsmethoden in ihrem Land versucht haben. Als mittelgroße Klinik legen wir Wert auf eine individuelle und persönliche Vorgehensweise.

4. Haben Sie Trends in der Reproduktionsmedizin bemerkt, die Sie zu Beginn Ihrer Karriere nicht erwartet hätten? War Ihr Beruf ein Tabu-Thema in der tschechischen Gesellschaft?

Ein grundlegender Trend in unserer Branche ist, dass immer ältere Frauen sich behandeln lassen. Was allerdings keine Überraschung ist, sondern den Trend der Gesellschaft widerspiegelt. Es ist möglich, dass öfter über Unfruchtbarkeit geschrieben und gesprochen wird, aber es wird bis zu einem gewissen Grad immer ein Tabuthema bleiben.

5. Sehen Sie Unterschiede zwischen den Patienten? Passen Sie Ihre Behandlungen an die Bedürfnisse der Kunden an?

Es gibt durchaus Unterschiede zwischen Patienten aus verschiedenen Ländern. Wobei ich mich hier nicht auf die Persönlichkeit des Patienten beziehe, sondern auf das Gesundheitssystem im jeweiligen Heimatland. Es gibt Ähnlichkeiten zwischen den deutschen und österreichischen Behandlungsverfahren, möglicherweise aufgrund der gemeinsamen österreichisch-ungarischen Geschichte, wobei die angloamerikanische Vorgehensweise zum Beispiel anders ist. Bei der Behandlung von Patienten aus der ganzen Welt bringen wir die bisherigen Behandlungen schnell in Erfahrung und passen uns ihren spezifischen Anforderungen an.

6. Ihre Arbeit birgt große Freude aber auch gleichzeitig viel Leid. Wie gehen Sie persönlich mit solch einer Achterbahn der Gefühle um?

Da die Gesamterfolgsrate für jede Art von Unfruchtbarkeitsbehandlung bei einem einzigen Versuch unter 50% liegt, müssen wir darauf vorbereitet sein, den Patienten in jedem Fall unterstützen zu können. Das kann für uns Ärzte natürlich frustrierend sein, wir dürfen nicht vergessen, dass wir den Menschen unglaubliche Freude bringen. Ich glaube in der Reproduktionsmedizin sollte der Arzt und das medizinische Personal den Patienten mit positiver Energie für den weiteren Weg versorgen.

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