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20. 11. 2018

Am wichtigsten ist, niemals aufzugeben

Was es bedeutet, sich nichts mehr zu wünschen als ein Baby – das hat das italienische Paar Stefania und Fabio jahrelang miterleben müssen.

Nachdem die Familiengründung auf natürlichem Weg nicht funktionieren wollte, haben sie es mit den verschiedenen Möglichkeiten des staatlichen Gesundheitssystems versucht. Ohne Erfolg.

Heute halten die beiden ihren Sohn Bryan stolz in den Armen und strahlen über beide Ohren. Der Weg dorthin war alles andere als einfach. Dennoch: Aller Aufwand hat sich gelohnt. Für sie ist es die schönste Sache der Welt, ein Kind zu haben. Sie würden es wieder tun und raten Gleichgesinnten: Gebt niemals auf!

Vor rund 13 Jahren lernten sich Stefania und Fabio kennen und lieben. Schnell wussten beide, sie wollten zusammen eine Familie gründen. Die Hochzeit folgte kurze Zeit später. Die Schwangerschaftstests blieben jedoch negativ, erst über Monate, schließlich waren es sechs Jahre. Das Paar entschied sich, ärztliche Unterstützung zu suchen. Nach zahlreichen Arztbesuchen, Untersuchungen und vier erfolglosen Befruchtungsversuchen mussten Stefania und Fabio feststellen, dass dies auch nicht der richtige Weg sein kann. Jeder Misserfolg machte es schwerer, den Mut beizubehalten und einen neuen Versuch zu wagen. Doch der Wunsch nach einem eigenen Baby war größer.

Das Paar entschied sich, Hilfe außerhalb Italiens zu suchen. Sie fanden das Zentrum für assistierte Befruchtungen ProCrea in der Schweiz. Dort fühlten sich die beiden sofort gut aufgehoben und tatsächlich: Kurz nach den Standarduntersuchungen wie Ultraschall und hormonale Untersuchung wurde Stefania schwanger. Doch der nächste Rückschlag ließ nicht lange auf sich warten; nach zwei Monaten hatte sie eine Fehlgeburt. Bei der anschließenden Gebärmutterausschabung ergaben sich Komplikationen. Die Heilung zog sich hin. Ein harter Rückschlag.

Zu diesem Zeitpunkt spielte das Paar mit dem Gedanken, ein Baby zu adoptieren. Sie wollten jedoch die Hoffnung eines eigenen Babys noch nicht aufgeben. Denn sie wussten: Eine Adoption ist auch später noch möglich, ein eigenes Baby zu bekommen in ein paar Jahren nicht mehr.

Deshalb sammelten sie ihre Kräfte und fassten den Entschluss, es noch ein zweites Mal mit künstlicher Befruchtung zu versuchen – und sie hatten großes Glück.

Eigentlich ist der Prozess des Kinderzeugens ein freudiger Akt. Für Stefania und Fabio war es die gefühlte Hölle. Die künstliche Befruchtung ist für jedes Paar eine gewaltige Prüfung. Doch Stefania und Fabio sind sich einig: Schwierige Situationen schweißen zusammen, wenn beide Partner an einem Strang ziehen, sich vertrauen und gegenseitig unterstützen. Heute hält Stefania ihr Wunschkind auf dem Arm und weiß: ohne den bedingungslosen Rückhalt und die verständnisvolle Unterstützung ihres Ehemanns hätte sie sicher den Mut verloren und aufgegeben.

Überglücklich gehen sie nun zu dritt durchs Leben. Und träumen von einem Geschwisterchen für Bryan.

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